Lyrics der Woche: „Labyrinthian“ von Misery Signals
In dieser Kategorie dreht sich alles um die lieben Texte der Gruppe.
Für mein „erstes mal“ in dieser Kategorie habe ich mir direkt einen meiner Lieblingstexte ausgesucht, da so ein Einstand ja gebührend gefeiert werden sollte.
Es handelt sich um „Labyrinthian“ von Misery Signals, erschienen 2008 auf dem Album „Controller“
Drag my face through the dirt again
I know I’m where I belong
For you’re a constant reminder
Of all the rights that I’ve wronged
Give me the strength to move this mountain
To block this line of sight
This was more than I could ask for
Tear down the sky
Black out the sky
Sever these ties
As you further your tragedy
To prove to me you’re alive
Sooner or later we’ll have to choose
From this, a new set of lies
Give me the strength to flood this valley
To wash my hands of you
This was more than I could ask for
Tear down the sky
Black out the sky
Sever these ties
So here I stand
This battered path laid out before me
And no one said this would be easy
But it’s something I must do for myself
It’s going to be a long hard road
Know I will let go
This time it feels so right to forget
This was more than I could ask for
Tear down the sky
Black out the sky
Sever these ties
So here I stand
This battered path laid out before me
And no one said this would be easy
But it’s something I must do for myself
It’s going to be a long hard road
Which I will walk alone
Wie man direkt erkennen kann, ist es ein sehr positiver Text, der mir manche düstere Stunde aufgehellt hat. Manchmal ist man einfach am Ende, man spricht sich selbst die Kraft ab etwas zu verbessern und will sich einfach in diese Leere treiben lassen, weil man der festen Überzeugung ist, das man es eh nie besser machen kann.
Genau in so einem Moment befasste ich mich das erste mal mit den Lyrics von Misery Signal, und stolperte über „Labyrinthian“.
Es war einer dieser magischen Momente, wo man den Song hört (der nebenbei natürlich auch göttlich geworden ist) und den Text mitließt und anfängt den Kopf zu schütteln.
Es ist wieder so weit, ein weiterer toller Text der nur für mich, für diesen Moment geschrieben wurde, um mich aufzubauen, um mir einen Tritt in den Hintern zu geben und um mich wachzurütteln.
„Labyrinthian“ hat mir viel an innerer Stärke gegeben, die auch Monate danach immer noch zu spüren ist.
Es gab schlechte Zeite in meinem Leben, und es wird auch weiterhin immer schlechte und wirklich miese Augenblicke geben. Doch tief in meinem Inneren, habe ich die Kraft und den Willen, alle Schwierigkeiten zu überbrücken („… to move this mountain“), all das alleine zu schaffen.
Nicht weil ich keinen neben mir habe, sondern weil ich keinen neben mir brauche.
Es wird immer Menschen geben, die einem auf dem Lebensweg begleiten, aber gehen müssen wir ihn selber und wohin uns der Weg führt, legen nur wir fest.
Es ist natürlich nicht immer einfach so zu denken, und auch ich verfalle oft wieder in alte Denkmuster, doch sobald ich diesen Song wieder höre, weiß ich das „it’s going to be a long hard road“, aber ihn alleine zu gehen, ihn so zu gestalten wie ich es möchte, muss ich für mich und meine Entwicklung machen. Es wird mich voran bringen, es wird mich reifer und stärker machen und wenn ich damit fertig bin, werde ich in der Lage sein, mit allen Dingen richtig umzugehen. Egal ob das nun berufliche Interesse oder private Sachen sind, innere Stärke ist unerschütterlich und die Kraft die einen zu Unmöglichen antreiben kann.
Es gibt keinen Text der diese These für mich besser unterstützt, als „Labyrinthian“ von Misery Signals, daher auch verdient meine erste Lyrics-Besprechung in diesem Blog.