Unearth : Darkness in the Light.

Seitdem im Jahre 2004 „The oncoming storm“ erschien, sind Unearth wohl wirklich jedem ein Begriff. Die Jungs aus Boston veröffentlichen nun endlich knapp drei Jahre nach „The March“ am 1.Juli über MetalBlade ihr neues Album. „Darkness in the Light“ umfasst elf Lieder und wurde von Adam D. produziert. Heute ging hier der Albumstream online. Der erste Höreindruck hinterlässt bei mir einen begeisterten Eindruck. Scheint so, als hätten Unearth in der schnelllebigen Welt des Metalcores, in der zwischen Trendsetter und Überflüssig oft nur ein Album liegt, ihre Relevanz mehr als bewiesen. Unearth sind einfach ein Garant, für richtig gute Alben.

http://www.altpress.com/features/entry/exclusive_album_stream_unearths_darkness_in_the_light/

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Früher war alles besser.

Ich bekomm das Kotzen bei dieser Phrase. Vor allem wenn es gerade um Rap geht. Es war nie alles besser. Jede Ära, von Eimbush bis zu den Atzen, von Wu-Tang bis zu Fifty hatte ihre Größen und ihre Tiefen.

Auch wenn ich es feier, dass kontinuierlich neue Leute für frischen Wind sorgen, gibt es fast nichts Vergleichbares, wenn einem durch aktuelle Veröffentlichungen von alten Idolen bewusst wird, warum man sie mal so geliebt hat.

Anlass hierfür ist die die neue Single von Samy Deluxe „Hände hoch“ (Tape.Tv). Sie hat mich überzeugt. „Dies ist nicht fürs Stadion, dies ist nicht fürs Radio, dies hier ist kein Partysong.“ – Danke. Endlich hab ich wieder das Gefühl, dass Herr Sorge weiß wo seine unglaubliche Stärke liegt. Das Album „Schwarz Weiss“ (2011, EMI) erscheint am 29.Juli diesen Jahres. Ich bete, dass der Rest des Albums an die Single anknüpft.

Und wenn es um Ami-Rap geht, kann ich euch einfach nur das Kollabo-Album von Eminem und Royce Da 5‘9 „Bad meets evil“ (2011, Universal) empfehlen. Skilltechnisch ist das wohl das absolut höchste der Gefühle.  Ein Vorgeschmack seht ihr am Ende des Beitrags.

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Greeley Estates.

Am Beispiel von Greeley Estates mach ich fest, dass es wohl noch einige Bands im unendlichen Kosmos des Metal-/Deathcore gibt, die ich noch nicht kenne, aber die einem direkt mal die Schuhe ausziehen. Ich hab zum Geburtstag deren Album „No Rain. No Rainbow“ (2010, Tragic Hero) geschenkt bekommen und einen Monat lang nichts anderes gehört.  Diese CD ist für dich genau das Richtige, wenn du mal wieder eine komplette Einfuhr braucht. Diese Platte sei dir ans Herz gelegt, wenn du auch enttäuscht bis, dass die Architects uns dieses Jahr irgendwelche belanglosen, gefühllosen und weichgespülten Balladen vorgesetzt haben.    Diese Band klingt einerseits so verdammt angepisst und bietet trotzdem so manch atmosphärischen Moment.  Ich würde euch gerne an der Stelle mal eine ausführlichere Kritik zu dem Album versprechen, aber wer weiß wann die kommen würde…

Der Grund warum ich schreibe ist auch ein anderer. Vor einigen Tagen ging der neue Song „The Last Dance“ vom neuen Album online, das noch dieses Jahr erscheinen soll. Hör ich da wirklich noch eine Steigerung? Die Produktion von Cory Spotts, der auch schon beim Vorgänger einen exzellenten Job gemacht hat, ist ziemlich fett und allein der Breakdown am Schluss hat mich mal wieder kurz sprachlos gemacht.  Seitdem auch der zweite Song „Friendly Neighborhood  Visit“  aufgetaucht ist und mich glücklich gemacht hat,  prophezeie ich ganz großspurig eins meiner persönlichen Alben des Jahres. Das Album „The Death of Greeley Estates“ soll am 2.August über Tragic Hero Records veröffentlicht werden und ist auch direkt mal vorbestellt.

Myspace

Greeley Estates Facebook-Seite

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Machine fuckin’ Head.

Irgendwo zwischen „EHEC-Erreger im Müll“ und „Kino.to gibt es nicht mehr“ bin ich heute auch noch über diese Schlagzeile gestolpert: „Machine Head kündigen für den 10.06.2011 einen neuen Song an“…..Moment, Alarmsirene im Kopf an, darauf hab ich ja mal verdammt lange gewartet. Zwar ist seit einigen Monaten und dem ein oder anderen Video vom Entstehungsprozess klar, dass wirklich ein Nachfolger vom gottgleichen Album „The Blackening“ kommen soll, aber dass wir uns jetzt so zeitnah schon einen ersten Eindruck machen dürfen, damit hätte ich nicht gerechnet.  Den Link zur offiziellen Meldung gibt es oben, wer keine Lust hat sich das alles durchzulesen, hier gibt’s die Zusammenfassung:

Der Song  heißt „Locust“, ist acht Minuten lang, scheint nach „Imperium“ oder „Halo“ ein moderner Klassiker zu werden und das Album kommt voraussichtlich am 23.September. „It feels like the culmination of what we’ve been doing for the last 17 years: power grooves, patented Machine Head harmonics, crushing guitars and dark melodies, but taken to a new level“ – Flynn.

Ich persönlich bin natürlich sehr aufgeregt. Obwohl ich ja noch vor wenigen Tagen  eine These zu Neuveröffentlichungen von Lieblingsbands aufgestellt habe, überwiegt nach vier Jahren doch eher die Vorfreude. Diese Band kennt sich jedenfalls damit aus, wie man mit dem Druck nach einem Meisterwerk umgeht. Was sind eure Erwartungen? Ich tippe auf einen sensationellen Vorgeschmack am Freitag, ein Album mit sechs Songs und ein absolut hässliches Artwork.

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Paul Kalkbrenner : Icke wieder.

Leider besitze ich was Minimal/Techno angeht nur minimale Fachkenntnis, weswegen ich keine mit Fachausdrücken triefende, tiefschürfende Kritik der CD bieten kann, in der euch auch was über die Entwicklung von Kalkbrenner innerhalb der letzten zehn Jahre erzählt wird. Deswegen werde ich auch von einer Bewertung absehen.

Mir ist,  wie vielen anderen auch,  der Name erst seit dem Film/Soundtrack „Berlin Calling“ ein Begriff.  Nach unzähligen, ausverkauften und legendären Auftritten auf der ganzen Welt folgte nun am Freitag mit „Icke Wieder“ das neue Album. Vom billig wirkenden, lieblos gestalteten Artwork  darf man sich nicht täuschen lassen. Über sechzig Minuten lang findet man hier Musik, voll von positiver Energie gepaart mit Melancholie. Ok, das klang jetzt wirklich esoterisch aber vielleicht drück ich mich deswegen so  spirituell aus, weil die CD nahezu perfekt meine aktuelle Stimmung wiederspiegelt. Paul Kalkbrenner schafft es, mit seinen Liedern ein schönes Gefühl in mir auszulösen. Ich erwische mich, wie ich auf meinem Bett sitze und Lieder wie „Gutes Nitzwerk“ oder „Schmökelung“ seit einer Stunde in der Dauerschleife höre, und auch nur im geringsten gelangweilt zu sein.

Auf mich macht es den Eindruck, als hätten die ganze Euphorie und das ganze Medienspektakel  keinen negativen Einfluss auf die Musik gehabt. Es findet sich bei den zehn Liedern (übrigens reine Instrumentale) kein einziges, welches man als Hit für das Radio oder „Sky and Sand Pt.2“ entlarven könnte. Was mir auch positiv aufgefallen ist: Trotz des internationalen Erfolgs sind die Namen der Titel durchgängig  Deutsch und hören auf Namen wie „Böxig leise“ oder „Sagte der Bär“ – in meinen Augen eine absolut sympathische, patriotische Geste.

Die CD gibt es zum Beispiel für zehn Euro bei Saturn, und wer noch auf der Suche nach dem perfekten Soundtrack für sonnige Tage am Stadtstrand sowie durchgetanzte Nächte ist, greift zu.

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Das ist der Sound für die echten Männer….

Als auf dem Musikkomplex noch regelmäßig gebloggt wurde, kam im Sommer 2009 gerade das neue K.I.Z. Album auf den Markt.  Die Review dazu kann man hier nachlesen.

Kaum zu glauben, dass zwei Jahre vergangen sind und schon der Nachfolger „Urlaub für’s Gehirn“  kurz vor der Veröffentlichung steht. Heute feierte auch noch das gleichnamige Video auf der offiziellen Seite Premiere.

Ich muss sagen, es ist ganz eigenartig wie es sich mit mir und den Neu-Veröffentlichungen den von mir sehr geschätzten Künstlern verhält. Ich will das mal am Beispiel von K.I.Z. festmachen. Kaum war „Sexismus gegen Rechts“ veröffentlicht, hab ich es wochenlang gehört und abgefeiert. Nach kurzer Zeit kannte ich jeden Refrain, jede Zeile und war absolut begeistert. Während dann das Album am Tag nicht mehr dreimal, sondern nur noch einmal gehört wurde, habe ich mir schon einen Nachfolger herbeigesehnt – und zwar so schnell wie möglich. Doch bis auf wenige Ausnahmen dauert sowas im Musikgeschäft ja immer mindestens ein Jahr, und andere Veröffentlichungen gerieten bei mir in den Fokus. Erst zur Tour und kurz vor dem Konzert hab ich die CD wieder öfters gehört. Da der Auftritt dann sensationell war, bin ich noch einmal eine Woche auf der kompletten K.I.Z. Diskografie hängen geblieben.

Über ein Jahr ist ins Land gezogen, hier und da hab ich die CD mal wieder aufgelegt oder beim Joggen gehört und hab in meinen Erinnerungen geschwelgt. Doch irgendwann tauchten die Klosterschüler im Zölibat wieder in den News auf den einschlägigen Seiten auf. Dann kam die Skepsis: Das letzte Album war so unerwartet und unglaublich gut, das wird sowieso nicht getoppt.  Ich hab versucht alle Informationen, abgesehen vom Veröffentlichungstag, zu meiden. Ich hab nicht mal länger als 30 Sekunden in das Snippet reingehört. Ich wollte meine Erwartungen so klein wie möglich halten, da ich die größte Angst habe, enttäuscht zu werden. Doch heute Morgen hab ich es nicht mehr ausgehalten, ich musste mir das neue Video anschauen. Ich hab es nur einmal gemacht. Ich habe seitdem einen Ohrwurm. Ich bin seitdem gut gelaunt. Außer ein bis zwei Vergleiche weiß ich auch nichts mehr. Was ich aber weiß ist, dass auf den ganzen Blogs und Seiten bestimmt schon wieder tausende Leute schreien, wie scheiße es ist und wie kommerziell das klingt, wie Underground K.I.Z. doch mal war, Bunker war Boss und die neue Scheiße kann man sich eh nicht anhören. Ich hab kein Bock mir diese unüberlegten, voreingestellten und irgendwelchen Leuten  nachgelaberten Kommentare durchzulesen. Meine Vorfreude ist nämlich endlich da. Ich werde am Freitag nach der Arbeit sofort in den Saturn laufen und mir das Album kaufen. Ich male mir auch schon aus, dass Urlaub fürs Gehirn, ähnlich wie Sexismus gegen Rechts, die Sommerplatte des Jahres wird.

Ich hab zwar immer noch riesige Angst enttäuscht zu werden, aber da muss ich jetzt durch. Meine Meinung lest ihr.

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Ready 2 go.

Ich würde im Moment wirklich gerne mehr schreiben. Ich hab hier diverse angefangene, längere Beiträge auf dem PC, die alle nur mal fertiggestellt werden müssten. Doch zum Glück ist das Wetter in Hamburg im Moment so traumhaft, dass ich so selten daheim und vor dem PC bin.

Die Musik läuft trotzdem. Hab letzten Monat in München die Solo-Sachen vom Bloc-Party Sänger Kele entdeckt und frage mich, wie das ganze Album einfach an mir vorbeigehen konnte. „The Boxer“ (Wichita, 2010) produziert von XXXChange und Hudson Mohawke, sei an dieser Stelle mal jedem dringend empfohlen.  Ich freu mich auch schon riesig auf seinen Live-Auftritt beim Dockville Festival diesen August in Hamburg.

Den Song, den ich euch heute vorstellen will, befindet sich aber nicht auf dem Album, sondern ist höchst aktuell. Der Mann mit der unverkennbaren Stimme hat mit Martin Solveig (u.a. verantwortlich für den Mega-Hit „Hello“) zusammengearbeitet. Klar, „Ready 2 go“  wird bestimmt in allen Radios/ Clubs auf und ab laufen und  die Charts erobern – aber gegen gute Musik im Radio ist mal nichts einzuwenden. Ready2go? Es ist Mittwoch und es steht ein weiteres, bestimmt großartiges Wochenende vor der Tür . Dieses Mal leider ohne Hafengeburtstag und eine traumhafte, sensationelle Grünanlagen-Veranstaltung im Schanzenpark…

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